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E.ON kaufen


27.12.2000
Oldenburgische LB

Aus der Fusion von VEBA und VIAG entstand der Energie- und Chemiekonzern E.ON (WKN 761440), der unter anderem den deutschen und europäischen Markt mit Fernwärme, Wasser, Mineralöl und Gas versorgt, berichten die Analysten der Oldenburgischen Landesbank.

Konzernchef Ulrich Hartmann habe im Dezember angekündigt, der Konzern beabsichtige Akquisitionen im zweistelligen Milliardenbereich und eine große Einkaufstour in Deutschland und Europa. In Deutschland, so Hartmann, wolle der zweitgrößte Stromkonzern der Bundesrepublik gezielt Mehrheiten an kommunalen und regionalen Stromversorgern erwerben. Außerdem prüfe E.ON eine Vielzahl von Optionen in ganz Europa, so Hartmann.


Dank der gutgefüllten Kriegskasse und der zu erwartenden Milliardeneinnahmen aus dem Verkauf von Unternehmensteilen wie der Telekommunikationstochter Viag Interkom oder der VAW Aluminium sei E.ON für diese Schritte gut vorbereitet.

Für dieses Jahr leide der Energiekonzern allerdings noch erheblich unter dem Preisverfall am Strommarkt. Das Ergebnis des Konzerns sei in den ersten neun Monaten, wie von den OLB-Analysten erwartet, um neun Prozent auf 1,89 Mrd. Euro zurückgegangen.

Auf dem Strommarkt sollte nach OLB-Einschätzung aber die Tiefsohle der Preise erreicht sein, so dass in 2001 auch dieser Bereich wieder ordentliche Zahlen vorweisen sollte. Zudem habe E.ON angekündigt, überwiegend in 2001 insgesamt 4.800 Megawatt Überkapazität durch Teilstilllegungen von Kraftwerken vom Strommarkt zu nehmen. Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen werde über einen Zeitraum von zehn Jahren per Saldo eine Verbesserung des Betriebsergebnisses von rund 1,4 Milliarden DM erwartet.

Die OLB-Analysten würden aufgrund der genannten Maßnahmen eine positive Entwicklung der E.ON-Aktie erwarten und würden daher E.ON dem langfristig orientierten konservativen Anleger zum Kauf empfehlen.




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